Abstract

Ekzeme gehören zu den häufigsten dermatologischen Erkrankungen. Ihre Ursachen sind vielfältig. Am häufigsten finden sich Ekzeme bei Patienten mit Neurodermitis, sie können aber auch durch Kontaktallergien ausgelöst werden, kumulativ-subtoxischer Genese sein oder durch Austrocknung der Haut entstehen. Die Therapie von Ekzemen richtet sich danach, ob ein akutes Ekzem vorliegt, das häufig auch durch Bläschen gekennzeichnet ist, oder ein chronisches Ekzem, bei dem Trockenheit und Schuppung im Vordergrund stehen. Neben einer Basistherapie mit möglichst duftstofffreien und z.B. harnstoffhaltigen Externa ist eine stadiengerechte Therapie notwendig, hier können Steroide, Calcineurininhibitoren, Antibiotika und Antiseptika indiziert sein.

Prof. Dr. Claudia Pföhler

Claudia Pföhler studierte Humanmedizin an der Universität des Saarlandes und arbeitet seither an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum des Saarlandes. Seit 2003 ist sie Oberärztin und seit 2015 geschäftsführende Oberärztin der Klinik. 2014 erfolgte die Ernennung zur außerplanmäßigen Professorin.

Prof. Dr. Claudia Pföhler

Abstract

Rezepturarzneimittel werden in der Apotheke unter den hygienisch bestmöglichen Bedingungen hergestellt, diese mikrobiologische Qualität muss auch während des gesamten Anwendungszeitraums durch den Patienten sichergestellt sein. Mikrobiell anfällige Zubereitungen müssen daher konserviert werden. Doch was heißt das eigentlich genau? Welchen Rezepturen muss ein Konservierungsmittel zugesetzt werden? Und welches Konservierungsmittel wählt man aus? Dies alles und weitere wichtige Punkte zur Konservierung von Rezepturen erfahren Sie in diesem Vortrag.

Dr. Annina Bergner

Dr. Annina Bergner studierte Pharmazie an der Universität Würzburg und wurde dort am Lehrstuhl für Pharmazeutische Technologie promoviert. Nach langjähriger Tätigkeit an der PTA-Schule in Würzburg und Referentin der Bayerischen Landesapothekerkammer zu zahlreichen Themen zur Rezeptur arbeitet sie heute freiberuflich als Fachjournalistin, unter anderem für die PTAheute.

Dr. Annina Bergner

Abstract

Was tun bei Zweifeln am Prüfzertifikat, fehlender Arzneibuchvorschrift, wenn Wirkstoffe nicht GMP-konform produziert worden sind oder andere Punkte risikobasiert beurteilt werden müssen? Bei Wirkstoffen sind neben der „Faktorisierung“ zur Einwaagekorrektur auch Stöchiometrie, Hygroskopizität, chemische Instabilität und Herstellungsverluste zu berücksichtigen, ebenso galenische Merkmale, Lieferdefekte und die Fertigarzneimittelverwendung.

Dr. Holger Reimann

Holger Reimann studierte Pharmazie an der Freien Universität Berlin und promovierte 1986 an der Universität Düsseldorf. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Angestellter am Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) in Eschborn und wurde 1998 Leiter des Pharmazeutischen Laboratoriums des Neuen Rezeptur-Formulariums (NRF). Er ist Gründungsmitglied der GD Gesellschaft für Dermopharmazie e. V. und war 2000 – 2020 Mitglied im Fachausschuss „Pharmazeutische Technologie“ der Deutschen Arzneibuch-Kommission.

Dr. Holger Reimann

Abstract

Der richtige Wirkstoffgehalt einer Rezeptur ist essenziell um Fehldosierungen zu vermeiden. Häufig geht der Herstellung die Berechnung der korrekten Einwaagen voran, denn nicht immer sind standardisierte Rezepturen verfügbar oder die Rezeptursubstanzen sind nicht in der Form erhältlich, wie sie in der Verschreibung aufgeführt sind. In diesem Vortrag lernen Sie die wichtigsten Tipps und Tricks rund um

  • das Rechnen mit dem Einwaagekorrekturfaktor
  • stöchiometrische Umrechnungen bei Verwendung verschiedener Wirkstoffsalze
  • das Mischen bzw. Verdünnen von Lösungen
  • den Umgang mit internationalen Einheiten

Kurzum: Sie erfahren alles, was in der Rezeptur mathematisch gebraucht wird!

Prof. Dr. Heiko Alexander
Schiffter-Weinle

Heiko Alexander Schiffter-Weinle studierte Pharmazie an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg und promovierte an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen in pharmazeutischer Technologie. Von 2006 bis 2012 folgten ein Postdoktorat, Junior Research Fellow und eine Assistenzprofessur in Bioingenieurwesen an der Universität Oxford (GB). Von 2012 bis 2015 arbeitete er im Bereich Forschung & Entwicklung von pharmazeutischen Hilfsstoffen bei BASF und ist seitdem Professor für Galenik an der Technischen Hochschule in Köln.

Prof. Dr. Heiko Alexander
Schiffter-Weinle

Abstract

Seit vielen Jahren wird die NIR-Spektroskopie als schnelle und sichere Methode der Ausgangsstoffprüfung angewendet. Dieser Vortrag vermittelt wichtiges Hintergrundwissen zu dieser modernen Arzneibuchmethode. Sie erhalten Einblick in die Arbeitsweise eines NIR-Spektrometers, lernen die einfache Handhabung kennen und erlangen dadurch ein tieferes Verständnis für die NIR-Spektroskopie, die wissenschaftliche Erstellung der Referenzdatenbank und die chemometrische Methodik zum Ausschluss von Verwechslungen.

Christiane Berkensträter

Christiane Berkensträter studierte an der Ingenieurschule für Pharmazie in Leipzig. Nach langjähriger Tätigkeit als Pharmazieingenieurin in öffentlichen Apotheken in Hannover und Dresden, ist sie seit 2019 als Teamleiterin im Kundenservice tätig.

Christiane Berkensträter

Abstract

Kurz vor Feierabend, PTA Alex nimmt eine Verordnung entgegen: Erythromycin in Unguentum emulsificans aquosum – beides vorrätig, nur ein Wirkstoff mit Cremegrundlage zu verrühren – warum auf morgen verschieben? Doch Vorsicht! Manche Falle lauert auf dem Weg zum fertigen Arzneimittel. Alex liest nach und findet Besorgniserregendes zu schädlichem pH-Wert, dürftiger Konservierung, ungünstiger Löslichkeit, leidigen Agglomeraten und noch mehr. An dieser häufig verordneten Rezeptur wird veranschaulicht, wie man trotzdem mit guter Planung und sorgfältiger Durchführung die Arzneiqualität sicherstellt.

Jutta Wittmann

Jutta Wittmann studierte Pharmazie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und arbeitete anschließend in verschiedenen öffentlichen Apotheken. Seit 2008 lehrt sie an der Berufsfachschule für Pharmazeutisch-technische Assistenten in Nürnberg, wo sie die Fachbetreuung Galenik und Galenische Übungen übernommen hat. Sie ist Mitglied der AG Theoretische und praktische Ausbildung der DPhG und seit 2012 nebenberuflich als Autorin und Referentin tätig.

Jutta Wittmann

Abstract

Bei Verwendung von Fertigarzneimitteln ist eine vollständige Plausibilitätsprüfung gem. § 7 ApBetrO oft nur möglich, wenn der jeweilige Hersteller Informationen zur Verfügung stellt, die über die gesetzliche Deklarationspflicht hinausgehen (z. B. pH-Wert der Grundlage, Wassergehalt etc.), zudem werden einige industriell verwendete Ausgangsstoffe (v.a. Emulgatoren und Konservierungsmittel) nicht standardmäßig in Apotheken eingesetzt, was die Beurteilung zusätzlich erschwert. Die Lösung des Problems liegt in der Verordnung geprüfter Standardrezepturen, die mittlerweile auch für die Verarbeitung von Fertigarzneimittel in großem Umfang zur Verfügung stehen. Wie und wo sie zu finden sind, erläutert dieser Vortrag.

Dr. Andreas S. Ziegler

Andreas S. Ziegler hat an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Pharmazie studiert und anschließend am dortigen Lehrstuhl für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie promoviert. Seit 2005 arbeitet er unter anderem als Referent und Wissenschaftsjournalist mit den Schwerpunkten Life Science und Wissenschaftskommunikation. Seit 2007 ist er Fachapotheker für Pharmazeutische Technologie und hat einen Lehrauftrag für das Fach Pharmazeutische Technologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Dr. Andreas Ziegler

Abstract

Lösungen und Suspensionen zum Einnehmen können für bestimmte Patientengruppen oft von Vorteil sein. Doch worauf ist zu achten? Was so einfach scheint, kann seine Tücken aufweisen. Erfahren Sie in diesem Vortrag welche Probleme auftauchen können und wie Sie diesen professionell und pragmatisch begegnen. Dabei werden nicht nur die Qualitätsanforderungen an Lösungen und Suspensionen vorgestellt. Sie erhalten auch Tipps für die Herstellung und zur Gewährleistung der Qualität während der Anwendung.

Katja Hennig

Katja Hennig ist PTA und kombinierte während ihrer Apothekenpraxis Sterillabor mit Offizin. So hat sie sich schon früh auf sterile und unsterile Rezepturherstellung spezialisiert. Nach Ihrem Wechsel in die Industrie hat sie ihr Wissen in Bezug auf den Umgang mit pharmazeutischen Ausgangsstoffen erweitert.

Katja Hennig