Von A wie Austauschbarkeit bis Z wie ZL-Empfehlungen

Glucocorticoide in der Rezeptur

Glucocorticoide sind eine Substanzklasse, die aus der Rezeptur nicht wegzudenken ist. Dennoch bringt sie viele Herausforderungen mit sich. Schon in der Plausibilitätsprüfung stellt sich neben der Frage nach der Dosierung auch die Frage nach der Wirksamkeit der verordneten Substanz und einem passenden pH-Bereich. Spannend ist zudem auch die Möglichkeit der Kombination mit weiteren Wirkstoffen unter Beachtung der Anforderungen an die Stabilität, beispielsweise aufgrund der pH-Verhältnisse in der Zubereitung. Standardisierte Rezepturen sind hier hilfreich. Weiter geht es dann mit der richtigen Einwaage der hier meist benötigten Kleinstmengen unter Beachtung von Einwaagekorrekturfaktoren oder auch der Verwendung entsprechender Stammzubereitungen, der korrekten Herstellung unter Vermeidung von Agglomeratbildung und den entsprechenden Inprozess- und Endkontrollen. Abgabehinweise an den Patienten bilden den Abschluss dieser Reise durch die Herstellung von glucocorticoidhaltigen Rezepturen.

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Dr. Kirsten Seidel

Studium der Pharmazie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Diplom und Promotion (2013) in Pharmazeutischer Technologie, Schwerpunkt der Arbeiten „emulgierende Systeme“. Dozentin in der Pharmazeutischen Technologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Schwerpunkte: Herstellung steriler Arzneimittel, Arzneimittellösungen, rezepturtypische Herstellung, Biopharmazie, Mikrobiologie. Mitarbeit in der Weiter- und Fortbildung von Apothekern und PTA zu Rezepturthemen.