Stand der Technik für Routineprüfungen und Arbeitssicherheit mit Wägesystemen

Gute Wägepraxis für Rezepturarzneimittel

Das genaue Einwägen einer Substanz ist entscheidend für den gesamten Herstellungsprozess einer Rezeptur. Obwohl die Waage im Vergleich zu komplexen Analysegeräten ein relativ einfaches Messinstrument ist, kann die Genauigkeit des Wägeergebnisses durch Umgebungseinflüsse, den Bediener und nicht angemessene Routineprüfungen beeinträchtigt werden. Dieser Vortrag beleuchtet, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um die erforderliche Genauigkeit eines jeden Wägeprozesses zu gewährleisten. Dies wird nicht nur vordergründig durch eine angemessene Umgebung, Installation und Bedienung der Waage erzielt, sondern vielmehr auch durch das Verständnis, wie eine Waage effektiv und effizient kalibriert und überprüft wird. Oftmals wird die Waage mit für die jeweilige Anwendung unangemessenen Tests überprüft. Daneben gehört der sogenannte gebrauchstägliche Test endgültig der Vergangenheit an. Neben diesen Aspekten der Guten Wägepraxis ist die Arbeitssicherheit ein immer wichtiger Aspekt in der Apotheke. Eine entsprechende Waagenkonfiguration, unterstützt durch automatische Dosierung der Wirkstoffe in das Wägegefäß, vermeidet, dass der Anwender der Substanz direkt ausgesetzt ist. Zudem erhöht die automatische Dosierung die Genauigkeit des Wägeprozesses und hilft, Bedienungsfehler zu vermeiden.

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Dr. Klaus Fritsch

Promotion in Physik an der Technischen Universität München (1997). Berater für die pharmazeutische und chemische Industrie mit Schwerpunkt Risikomanagement und Prozesssicherheit. Seit 2005 bei Mettler-Toledo, derzeit als Compliance-Manager des globalen Geschäftsbereichs Laboratory Weighing. Daneben Berater von Unternehmen zur Einhaltung geltender Bestimmungen bei der Anwendung von Wägesystemen.