Ursache und Beseitigung von Löslichkeitsproblemen

Das kann man lösen!

In bestimmten Darreichungsformen bzw. Rezepturarzneimitteln soll/muss der Arzneistoff gelöst vorliegen, um eine adäquate Bioverfügbarkeit, therapeutische Wirksamkeit sowie eine hinreichende Dosiergenauigkeit zu gewährleisten. Aber auch viele Hilfsstoffe müssen gelöst sein, um ihre galenische Funktion erfüllen zu können, wie zum Beispiel Konservierungsmittel. Im Rahmen der Herstellung können unzureichende Lösungseigenschaften einerseits, sowie unerwünschte Ausfällungen bereits gelöster Stoffe andererseits, erhebliche Schwierigkeiten bereiten.

Dabei gibt es aber verschiedene galenische Möglichkeiten, das Löslichkeitsproblem zu beseitigen bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen. Geeignete Lösemittelzusätze können die Löslichkeit von Wirkstoffen deutlich verbessern, der Einsatz von Salzen, aber auch ein günstiger pH-Wert kann drastischen Einfluss auf die Löslichkeit haben.

Wenn all diese Ansätze keine Lösung bringen, kann die Formulierung verschiedener Wirkstoffe als Suspension in Erwägung gezogen werden. Fertige Trägerlösungen mit Daten zur Kompatibilität von Wirkstoffen können hier eine interessante Alternative bieten – vielleicht ist die Lösung keine Lösung.

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Dr. Stefan Seyferth

1995-1999 Pharmazie-Studium an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2000 Approbation als Apotheker. 1999–2003 Promotion am Lehrstuhl für pharmazeutische Technologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2003-2004 Boehringer Ingelheim, Biberach an der Riß. Seit 2004 Akademischer Rat/Oberrat am Lehrstuhl für pharmazeutische Technologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, in der Lehre verantwortlich für die Vorlesung „Grundlagen der Arzneiformenlehre“ und das Praktikum „Arzneiformenlehre“. 2008 Fachapotheker für pharmazeutische Technologie.